Teneriffa lad und Leute

Teneriffa Land und Leute

Teneriffa Land und Leute – Die Einwohner Teneriffas

Die Guanchen – Ureinwohner Teneriffas

Die Ureinwohner Teneriffas waren die Guanchen. Widersprüchliches Wissen gibt es um ihre Herkunft. Aber auch über den genauen Zeitpunkt der Ankunft der ersten Siedler auf Teneriffa tappt man weiterhin im Dunkeln.

Heutzutage vermutet man, dass die Guanchen aus Nordwestafrika nach Teneriffa kamen. Jedoch gibt es Widersprüche, die Anlass zur Vermutung auf die Herkunft aus dem Mittelmeerraum schaffen, da man auch von hellhaarigen und hellhäutigen unter ihnen sprach. Sprachvergleiche lassen ebenso den Schluss ziehen, dass die Sprache der Guanchen denen der Berber ähnlich war. Guanche bedeutet so viel wie „Mensch oder Person von Teneriffa“. Auch andere Untersuchungen in Menschenkunde, wie Blutgruppenuntersuchungen, kamen zu dem interessanten Ergebnis, dass es große Übereinstimmung in der Häufigkeit derselben Blutgruppen bei Berbern und Guanchen gibt.

Die Guanchen waren keine Seefahrer und hatten keine Kenntnis im Schiffbau. Somit waren sie auf der Insel Teneriffa isoliert und entwickelten ihre ganz eigene Kultur. Sie lebten von Ackerbau, Tierhaltung und Fischerei. Gefischt wurde von Land aus mit Angelhaken aus Knochen. Eine beliebte Methode war auch, die Fische mit der Milch von Wolfsmilchgewächsen zu lähmen. So ließen sie sich leichter fangen.

In den 1490er Jahren wurde Teneriffa von den Spaniern erobert, was zum Auslöschen der Volksgruppe der Guanchen führte.

„Tinerfeños heute

Die heutigen Einwohner Teneriffas nennt man „Tinerfeños“.

Die Tinerfeños sind herzlich und aufgeschlossen und durchaus entspannt. Begriffe wie „Tranquilo“ oder „Mañana“ sind gängig in Ihrem Sprachgebrauch und werden gelebt.

Der Lebensrhythmus auf Teneriffa ist weniger hektisch und die Menschen sind weniger gestresst. Sie kennen sich nicht aus? Auf Teneriffa nimmt man sich gerne Zeit, Ihnen den Weg zu erklären oder in welchen Bus Sie einsteigen müssen. Und gerne wechselt man dabei noch ein paar freundliche Worte. Auch Sprachbarrieren sind kein Problem. Mit Händen und Füssen ist man bemüht, mit ausländischen Besuchern zu kommunizieren und der Versuch des Besuchers, dabei ein paar Worte spanisch zu sprechen, wird freudig honoriert.

Draußen ist hier auf Teneriffa, wo das Leben stattfindet. Ganz klar, das ganzjährig gemäßigte Klima bietet hierfür beste Bedingungen. Ob im Café, auf dem Dorfplatz oder am Strand. Jung und Alt trifft sich gerne außerhalb der eigenen vier Wände auf einen Plausch und um das Leben zu genießen.

Teneriffa Land und Leeute

 

 

Geographie

Mit ihren 2.034 km² und ca. 880.000 Einwohnern ist Teneriffa die größte der 7 kanarischen Inseln. Sie liegt im Atlantischen Ozean, ca. 280 km entfernt vom marokkanischen Festland. Geologisch gehört Teneriffa zu Nordafrika. Die nächstgelegene kanarische Insel ist La Gomera mit einer Distanz von ca. 30km. Das Wahrzeichen Teneriffas ist der höchste Berg Spaniens, der „Pico del Teide“. Mit einer Höhe von 3.718m ragt er magisch und beeindruckend im Herzen der Insel. Teneriffa ist eine Insel vulkanischen Ursprungs und ist geprägt von bizarren Vulkanlandschaften und typischen schwarzen Lavastränden im nördlichen Teil der Insel. Aber auch üppige Wälder und grüne Täler unterstreichen ihren unverwechselbaren und vielseitigen Charakter.

 

Pflanzen- und Tierwelt

Die fruchtbare Vulkanerde bietet nahrhaften Boden für eine exotische, vielseitige und üppige Pflanzenwelt, die schon so manch bekannten Forscher und Botaniker auf die Insel lockte. Teneriffa zählt fast 2.000 Pflanzenarten, wovon viele heimisch sind. Unter ihnen charakteristisch sind z.B. der kanarische Drachenbaum und der kanarische Lorbeer. Aber auch Nutzpflanzen aus fernen Ländern, wie die vietnamesische Zwergbanane und der mexikanische Feigenkaktus fühlen sich auf Teneriffa wohl und zieren weit verbreitet die Landschaft. Eine exotische Blütenpracht erstaunt und entzückt so manchen Besucher, der sich an den leuchtenden Farben von Strelitzien, Hibiskus und Bouganville erfreuen kann.

Die Tierwelt Teneriffas zieht vor allem Ornithologen und Insektenforscher an. Das Wahrzeichen unter den Vögeln ist natürlich der Kanarienvogel (Kanarengirlitz). Aber auch Rotkehlchen und Teidefinken und viele andere Vogelarten, singen Ihnen auf Teneriffa gerne ein Liedchen.

In zahlreichen Felsspalten fühlen sich Kleinreptilien wie Echsen und Geckos wohl und bei einer Wanderung durch einen der typischen Barrancos, können sie leicht dem Haustier der Urbevölkerung Teneriffas, einer Ziege begegnen.

 

Kulinarisches „Schmackhaft und herzhaft“ -typisch Teneriffa!

 

Gofio- Erbe der Ureinwohner

Gofio wird aus einem gerösteten Getreidemix und manchmal auch Hülsenfrüchten gewonnen. Dieser wird nach dem Rösten fein gemahlen. Das Rösten in Keramik-Gefäßen verleiht ihm das einzigartige Aroma. Seit Jahrtausenden ist Gofio ein Grundnahrungsmittel auf den Kanaren. Die Guanchen verarbeiteten Gofio hauptsächlich zu Brot und in Suppen. Heutzutage wird es vielseitig verwendet. Zum Frühstuck mit Milch vermischt ist es ein nahrhafter Start in den Tag. Eine klassische Variante ist ein „Escaldón“, das aus Fisch- oder Fleischbrühe und Gofio besteht. Entsprechend werden dann Fisch- oder Fleischstücke und Gemüse hinzugefügt. Aber auch zu unterschiedlichsten Süßspeisen wird es gerne verarbeitet, wie z.B. zu Gofio-Mousse, Torten oder Eis.

 

Papas arrugadas con mojo

Auf keinen Fall können Sie Teneriffa verlassen, ohne Runzel-Kartoffeln mit Mojo-Soße probiert zu haben. Der Kartoffelanbau auf Teneriffa hat Tradition und die kleinen „Runzelkartoffeln“ sind außergewöhnlich schmackhaft. Die kalt servierte Mojo-Soße gibt es in „Grün“ oder „Rot“. Basis ist Olivenöl, entweder mit grünem Paprika und Koriander, oder rotem Paprika und Chili. Dieses typisch kanarische Gericht bietet sich als Vorspeise, Beilage oder für den kleinen Hunger für Zwischendurch an.

 

Fisch

Fisch und Meeresfrüchteliebhaber kommen auf Teneriffa voll auf ihre Kosten. Zum Glück bietet der Atlantik noch eine reiche Auswahl an Meerestieren. Die Zubereitung ist vor allem vom Stil der spanischen Einwanderer geprägt, schließlich waren die Guanchen keine Seefahrer! Ob Fisch in Salzkruste, gebraten oder vom Grill, die bissfesten kanarischen Fische sind besonders schmackhaft. Aber auch Meeresfrüchte wie Garnelen, Langusten und Tintenfische dürfen auf keiner Speisekarte fehlen.

 

Guachinche – Typisch Teneriffa!

Typisch für Teneriffa sind kleine, urige „Guachinchen“, in denen es einheimische Gerichte und Wein aus der eigenen Ernte gibt. Die Preise sind günstig und es geht gemütlich zu. Hier trifft man gerne auf „Tinerfeños“ und bei guter Stimmung wird schon mal das ein- oder andere Lied angestimmt. Guachinchen finden Sie außerhalb der Touristenzentren, am Bestem in Weinbergen oder kleinen Ortschaften. Gerade im Norden von Teneriffa gibt es mehrere hundert Guachichen und eine ganze Reihe wirklich guter Adressen im Orotavatal, Einige davon kann man auch fußläufig vom Hostel in La Orotava erreichen.

 

Kultur und Feste

Auf’s Feiern verstehen sich die „Tinerfeños“ sehr gut und Grund zu feiern findet sich auf Teneriffa reichlich. Auf der Insel des ewigen Frühlings feiert man oft und ausgelassen, gerne bei Musik und Tanz bis in den frühen Morgen.

 

Karneval

Eines der sicherlich größten Ereignisse und wichtigsten Feste auf Teneriffa ist der Karneval. Sowie in den Karnevalshochburgen in Deutschland, wird auch auf Teneriffa im Februar/ März während der Karnevalszeit der Ausnahmezustand ausgerufen! Immerhin gibt es auf Teneriffa den zweitgrößten Karneval der Welt. Auf der ganzen Insel wird durchgefeiert, egal ob in kleinen Dörfern oder großen Städten. Die größten „Karnevalsfiestas“ finden jedoch in Puerto de la Cruz und der Hauptstadt Santa Cruz statt. Es gibt riesige Umzüge, auf die sich schon das ganze Jahr über vorbereitet wird und gerne wettstreiten die „Tinerfeños“ um das originellste Kostüm. Auf den großen Plätzen der Städte spielen Live-Bands und Groß und Klein feiert ausgelassen im Karnevalsfieber.